Mehr Bandbreite, mehr Pragmatismus: Erkenntnisse aus den erfolgreichen Wettbewerbsstarts in Tübingen und Mönchengladbach
Der Start der aktuellen Förderwettbewerbe zum Herbst liefert spannende Erkenntnisse für das regionale Engagement: Entgegen manchen Bedenken verzeichnen nachhaltige und ökologische Initiativen vor Ort eine bemerkenswerte Resonanz.
Ein genauer Blick auf zwei unserer aktuell gestarteten Kampagnen zeigt, wie stark Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in den Regionen verankert sind und wo sich neue Schwerpunkte bilden.
Bemerkenswerte Beteiligung beim swt-Umweltpreis und bei „Wir für hier“
Beim swt-Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen gehen seit Abstimmungsstart letzter Woche mittlerweile 52 Projekte ins Rennen. Damit verzeichnet der Wettbewerb einen neuen Allzeitrekord seit seinem Bestehen im Jahr 2014 – und liegt über dem bisherigen Rekordjahr 2023 (49 Projekte).
Ähnlich dynamisch zeigt sich die Resonanz bei der Aktion „Wir für hier“ der Stadtsparkasse Mönchengladbach. Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Bildungsprojekte sind seit Wettbewerbsstart bereits 46 Projekte eingereicht worden. Gemessen an einem Aktionsgebiet mit rund 270.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verdeutlicht diese Zahl eine beeindruckende Dichte an lokalem Engagement.
Höhere Bandbreite und niederschwelliger Pragmatismus
Interessant ist dabei nicht nur die hohe Anzahl der Einreichungen, sondern vor allem deren inhaltliche Bandbreite:
- Einfacher Zugang: Neben klassischen Naturschutzinitiativen nehmen vermehrt niederschwellige Vorhaben teil, beispielsweise die Umstellung von Vereinsfesten auf plastikfreie Konzepte.
- Nachhaltigkeit mit direktem Nutzen: Viele Vorhaben verbinden ökologische Kriterien mit konkreten Einspareffekten vor Ort, etwa durch energieeffiziente Geräte in Gemeinschaftseinrichtungen. Gleichzeitig rückt wie bei „Wir für hier“ soziale Nachhaltigkeit stärker in den Fokus, indem gezielt Kompetenzen und Bildungschancen gefördert werden.
Für Förderer und Verantwortliche im Marketing, Sponsoring oder in der Unternehmenskommunikation zeichnet sich hier ein klarer Trend ab: Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist in Vereinen, Kitas und Initiativen fest verankert. Die Projekte werden jedoch alltagsnäher und adressieren direkt den Alltag der Menschen vor Ort.
Erkenntnisse für die Praxis regionaler Förderwettbewerbe
Aus den Beobachtungen dieser und vergleichbarer Kampagnen lassen sich wertvolle Impulse für künftige Förderaktivitäten derivieren:
- Breite Themenfelder adressieren: Die Öffnung für alltagsnahe Handlungsfelder erleichtert es kleineren Organisationen, geeignete Projekte einzureichen.
- Lokale Verankerung stärken: Fokussierte Themenbereiche, wie gezielte Bildungsprojekte, erzeugen in einem klar abgegrenzten Einzugsgebiet eine hohe Identifikation.
- Erfolge sichtbar machen: Die Vielfalt der eingereichten Ideen bietet Förderern fundierte Anlässe, das eigene regionale Engagement intern wie extern mit konkreten Beispielen und verlässlichen Kennzahlen zu belegen.
Aktueller Kampagnenstatus im Überblick
Der swt-Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen ist derzeit mit 52 Umweltprojekten in der Abstimmungsphase. Bis zum 20. Oktober können Stimmen vergeben werden, bevor die 20 stimmenstärksten Initiativen ins Finale einziehen.
Bei der Aktion „Wir für hier“ der Stadtsparkasse Mönchengladbach befinden sich aktuell 46 nachhaltige Bildungsprojekte im Rennen - hier läuft die öffentliche Abstimmung bis zum 22. Oktober.
Alle Infos gibt‘s hier: https://swt-umweltpreis.de/ und https://wirfuerhier-mg.de/
